Kleine Dracula-Tour

Auf dieser Tour folgen wir den Spuren des Vlad, der Pfähler, der Fürst der Walachei, der Bram Stoker zum seinem Roman „Dracula“ inspiriert hat. Wir besuchen die Stadt Targoviste, wo er im 15. Jahrhundert gekrönt wurde, und die Burg Bran, die auch als Dracula-Schloss bekannt ist. Darüber hinaus besichtigen wir die Stadt Brasov, die als Tor zu Siebenbürgen dient, und die Stadt Sinaia, wo die ehemalige Sommerresidenz der königlichen Familie Rumäniens liegt.

Die Tour dauert 2 Tage und enthält Unterkunft von einer Nacht in Brasov, mit Abendessen und Frühstück.

Tag I: Bukarest – Targoviste – Bran (deutsch Törzburg, die sogennante Dracula-Burg) – Brasov (deutsch Kronstadt), insgesamt etwa 220 Km

Die Reise beginnt am Morgen von ihrer Unterkunft und führt nach Targoviste, wo wir in etwa einer Stunde ankommen:

Der Fürstenhof von Targoviste

Targoviste war die Hauptstadt der Walachei zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert, zusammen mit Bukarest. Vlad der Pfähler, die historische Figur, die mit Draculas Legende verbunden ist, hatte hier seine Residenz. Der Komplex von Targoviste umfasst den Fürstenhof, die fürstliche Kirche, den Wachposten Chindia Turm, das Museum der Druckerei und die alten Stadtmauern. Auch wenn die Stadt ihre Bedeutung als politisches Zentrum des Landes in den letzten Jahrhunderte verloren hat, so behält sie den Charme einer ehemaligen Residenzstadt der Fürsten.

Die Fahrt nach Bran verläuft auf dem gleichen Weg, den Vlad der Pfähler während seines Feldzuges im Jahre 1459 gegen die Sachsen aus Braşov gefolgt hat, als Reaktion auf ihre Angriffe auf die Walachei. Diese Nationalstraße durchquert die Karpaten entlang des Rucar-Bran Korridors, der eine malerische Naturlandschaft anbietet.

Die Burg Bran

In Bran liegt eine der schönstsen mittelalterlichen Burgen Rumäniens, die am Ende des 14. Jahrhunderts von den Einwohnern der Stadt Brasov gebaut wurde, um die wichtigste Handelsstraße zwischen der Walachei und Siebenbürgen zu übersehen und die mittelalterliche Grenze zwischen den zwei rumänischen Ländern zu verteidigen. Die Burg ist auch als Dracula-Schloss bekannt, weil sie der Beschreibung des Schlosses aus Bram Stokers Roman „Dracula“ ähnelt und weil sie für eine kuze Zeit dem Fürsten Vlad der Pfähler, der mit der Legende von Dracula verbunden ist, gehörte. Die Burg erlebte eine Blütezeit in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als sie die königliche Familie Rumäniens restaurierte und als Sommerresidenz nutzte.

Anschließend Hotelempfang und Abendessen im Brasov.

Tag II: Brasov – Sinaia – Bukarest, insgesamt etwa 200 Km

Nach dem Frühstück im Hotel besuchen wir das alte Stadtzentrum von Brasov:

Die Stadt Brasov

Brasov, deutsch Kronstadt, ist eine Großstadt Rumäniens mit etwa 250.000 Einwohnern und gehört zu den sieben deutschen Burgen, die der zentraler Region Rumäniens den Namen Siebenbürgen gegeben haben. Bis im 19. Jahrhundert war Brasov, zusammen mit Hermannstadt, das wirtschaftliche, kulturelle und geistige Zentrum der Siebenbürger Sachsen, die die Mehrheit der Bevölkerung in Transilvanien bis im 19. Jahrhundert bildeten. Wir besichtigen die alten Festungen der Burg, insbesonders die Gildentürme, die schwarze Kirche – der bedeutendste gotische Kirchenbau Siebenbürgens und Südosteuropas, und den zentralen Platz, wo der ehemalige Markt der deutschen Händler war.

Wir verlassen Brasov und fahren durch das Prahova-Tal nach Sinaia, wo wir das Peles Schloß und das Sinaia Kloster besuchen.

Das Peles Schloß

Das Schloß ist heutzutage die meist besuchte Sehenswürdigkeit Rumäniens. Es wurde im 19. Jahrhundert als Sommerresidenz des ersten Königs Rumäniens, Karl der Erste, gebaut und enthält die ganze Geschichte des rumänischen Königshauses.

Peles wird sowohl für die deutsche Renaissence-Architektur der Fassaden, als auch für die beeindruckende Innenausstattung geschätzt. Das Schloss liegt in einem grünen Tal, in einem raffinierten Ensemble der ehemaligen königlichen Familie und kann als Museum besichtigt werden.

Das Sinaia Kloster

Das orthodoxe Kloster Sinaia wurde im 17. Jahrhundert von einer wichtigen Adelsfamilie der Walachei namens Cantacuzino im Brancoveanu-Stil erbaut. Laut der Legende wurde das Kloster nach dem heiligen Berg Sinai genannt, den der Adlige Mihail Cantacuzino auf einer Pilgerfahrt besucht hat. Karl I., der erste König Rumäniens, erweiterte den Klosterkomplex im 19. Jahrhundert mit einer prachtvollen Kirche.